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Hortulus
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Test vom "Hortulus!" von Maik Beta
In Florian Edlbauers Hortulus muss man als Mönch seinen Abt heilen - oder auch nicht. Das Spiel bietet mehrere Enden und ist dank guter Atmosphäre, einfachen Rätseln und seiner Verbliste auch für Einsteiger geeignet.
Die Atmosphäre von Hortulus ist sehr originell. Gleich am Anfang nervt der Abt mit seinen Sprüchen und schlägt dem Spieler auf die Finger, wenn er versucht, seinen Wein mitzunehmen. Man sieht sofort, welche Rolle man in dem Spiel übernimmt - man ist kein namenloser Abenteurer, sondern handelt ziemlich genau nach dem Charakter Bruder Thomas'.
Die Bibliothek ist sehr knapp beschrieben, sodass das Hauptaugenmerk des Spielers sofort auf das Buch gerichtet wird, "Hortulus". Es enthält viele Informationen, aber mit der Zeit wird es mühsam und etwas langweilig, immer wieder darin nachzuschlagen und sich die Texte andauernd durchzulesen.
Die Welt rund um das Kloster ist gut recherchiert, die Antworten des Parsers auf verschiedene Dinge passen ausgezeichnet zu Bruder Thomas' Charakter, eines schwachen, alkoholanfälligen Mönchen, der eigentlich gar nicht Mönch sein will (u.a. klettern, töten, schlafen und schwimmen). Leider sind die Raumbeschreibungen manchmal etwas spärlich sodass man sich nicht gleich vorstellen kann, wie es dort ist.
Es gibt insgesamt acht Enden, die sich im Spielverlauf allerdings nur minimal unterscheiden: Sie verpassen dem Mönchen eine gute oder jeweils schlechte Zukunft. Leider sind die Rätsel, um ein Ende zu erreichen, meistens vorhersehbar: Es sind einfache Standard-Rätsel, die in dieser Form auch in früheren Text-Adventure-Generationen zu finden sind; es wäre schön, wenn es wenigstens ein Ende gäbe, das einem fortgeschrittenen Spieler den Kopf zum Rauchen bringen würde.
Die "Anfänger"-Funktion und die sehr übersichtlich, aber einfach gestaltete "Verben"-Funktion sind zusätzliche Anreize für einen Einsteiger, dieses Spiel zu probieren.
Meine Einschätzung: gut
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