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Hintergrund
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Text-Adventures
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Text-Adventures präsentieren das eigentliche Spielgeschehen in rein textueller Form und benutzen Grafiken und Soundeffekte entweder gar nicht oder als zusätzliche illustrative Elemente. Die Kommunikation zwischen Spieler und Spiel findet über einen Text-Parser statt. Anweisungen werden dabei in natürlicher Sprache über die Tastatur eingegeben oder (wie beispielsweise in einigen Titeln von Legend Entertainment) aus vorhandenen Textbausteinen zusammengesetzt und anschließend vom Computer interpretiert. Seine Spielfigur steuert man also mit Hilfe von Kommandos wie „Rede mit Wirt“ oder „Nimm Schwert“ durch die fiktive Welt.
Die Anfänge Das erste Adventure "ADVENT" Das erste Spiel dieser Art war Adventure von William Crowther und Don Woods. Crowther hatte die ursprüngliche Version (eine virtuelle Höhlenbegehung noch ohne echte Spielelemente) 1972 für seine Kinder entwickelt und 1975 im ARPANET veröffentlicht; Woods baute das Programm zu einem echten Spiel um, indem er diverse Fantasy-Elemente hinzufügte. Das später auch als Colossal Cave bekannt gewordene Spiel gilt heute als erstes Adventure und gab dem Genre seinen Namen. Die ersten Adventures für die neuen Heimcomputer veröffentlichte Scott Adams ab 1978. Äußerst bekannt für ihre Text-Adventures, insbesondere die legendäre Zork-Serie, war in den 1980ern die amerikanische Firma Infocom. Weitere Unternehmen dieser Zeit waren Adventure International (gegründet von Scott Adams), Level 9 und Magnetic Scrolls.
Es gibt eine kleine Zahl weit verbreiteter Standard-Datenformate für die meisten dieser kommerziellen Text-Adventures, sodass nahezu alle klassischen Titel auch noch auf den modernen Systemen gespielt werden können – und sogar manche modernen Titel auf klassischen Systemen. Da derartige Spiele technisch relativ geringe Anforderungen an den Rechner stellen, eignen sie sich auch gut zum Spielen auf PDAs wie dem Palm Pilot.
Amateur-Szene Im kommerziellen Bereich spielen Text-Adventures praktisch keine Rolle mehr, da sie dort bereits in den 1980ern von Grafik-Adventures abgelöst wurden. Dabei entstand eine sehr aktive Gemeinde von Hobbyentwicklern, die bis heute neue Spiele dieser Art entwickelt. Besonders seit 1993 das Spiel Curses von Graham Nelson im aufblühenden Internet veröffentlicht wurde, stehen die besseren Hobbyspiele den kommerziellen Pendants der 1980er in Nichts mehr nach, übertreffen sie sogar oft. Um dem teilweise hohen literarischen Niveau moderner Text-Adventures gerecht zu werden und die prinzipielle Verwandtschaft zur gewöhnlichen Literatur zu verdeutlichen wird diese Gattung auch als Interactive Fiction (kurz: IF) bezeichnet, eine ursprünglich von Infocom eingeführte Bezeichnung. Die Spiele reichen dabei von klassischen Rätsel-Festen mit eher nebensächlicher Handlung bis zu einer Form experimenteller Literatur, die nur noch wenig mit den alten Konventionen des Genres gemein hat.
Um die Erstellung eigener Text-Adventures ohne die jedesmalige Neuentwicklung mehr oder weniger gleichbleibender Programmteile zu ermöglichen, wurden immer mehr Autorensysteme wie Inform, TADS und das deutsche T.A.G. entwickelt. Die meisten dieser modernen, nicht-kommerziellen Text-Adventures sind in englischer Sprache verfasst, es gibt aber daneben eine nennenswerte Zahl spanischsprachiger Spiele, und auch die Zahl der deutschen Titel nimmt nach langer Stagnation seit etwa 2000 kontinuierlich zu. Eine rege internetbasierte Entwickler- und Spielerszene veranstaltet regelmäßige Wettbewerbe, wie etwa die Interactive Fiction Competition und in Deutschland den Textfire Grand Prix. Dabei werden meist jährlich die besten Amateur-Entwicklungen prämiert und zum kostenlosen Download bereitgestellt. Oft werden auch kleinere, spontanere Wettbewerbe für Kurzspiele zu bestimmten Themen veranstaltet.
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Adventure aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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